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IFA 2022: AEG launcht Mikroplastikfilter, um zunehmende Plastikverschmutzung zu bekämpfen

 

 

 

 

 

Mit dem innovativen Waschmaschinen-Zubehör sollen umgerechnet bis zu zwei Plastiktüten pro Haushalt und Jahr weniger Mikroplastik ins Abwasser und in die Ozeane gelangen.

  • Der neue AEG-Mikroplastikfilter kann verhindern, dass bis zu 90 Prozent der Mikroplastikfasern aus synthetischer Kleidung, die größer als 45 Mikrometer sind, während der Wäsche in die Umwelt gelangen.
  • Allein durch das Waschen von Wäsche werden jährlich eine halbe Million Tonnen Mikroplastik aus Fasern in die Ozeane freigesetzt – das entspricht fast drei Milliarden Polyestershirts.[1]
  • Eine aktuelle Studie im Auftrag von AEG zeigt, dass 67 Prozent der Deutschen bei einem Fasertest nicht bewusst war, dass es sich bei Nylon um ein Kunststoffgewebe handelt oder dass Polyester ein Kunststoff ist (62 Prozent).
  • 91 Prozent der Erwachsenen wissen nicht, wie viel Kunststoff ihre Kleidung enthält, die meisten unterschätzen den Anteil um fast die Hälfte.

 

Die Verschmutzung durch Mikroplastik wird in fast jedem Winkel auf unserer Erde sichtbar[2] und Textilien sind eine der vier Hauptursachen. Eine vor Kurzem im Auftrag von AEG durchgeführte europäische Studie mit dem Titel „The Truth About Laundry: Microplastics“ deckte auf, dass 73 Prozent der Mikroplastikverschmutzung in vorher unberührten arktischen Gewässern von synthetischen Fasern stammt, die aus Textilien kommen könnten.[3]

AEG, die Premiummarke des Hausgeräteherstellers Electrolux, bringt nun einen neuartigen Mikroplastikfilter auf den Markt, der verhindern soll, dass Mikroplastikfasern beim Waschgang – verursacht vor allem durch das Schleudern und das chemische Einwirken der Waschmittel – in das Abwasser gelangen. Nach Angaben des United Nations Environment Programme (UNEP) entspricht die Menge etwa drei Milliarden Polyestershirts, die darüber jährlich in die Ozeane gespült werden. Plastik ist auch in der Nahrung und im Trinkwasser zu finden: Laut einer WWF-Studie nimmt jeder Mensch im globalen Durchschnitt pro Woche bis zu fünf Gramm an Plastikfragmenten zu sich – das entspricht dem Gewicht einer Kreditkarte.[4]

Der neue AEG-Mikroplastikfilter kann bis zu 90 Prozent der Mikroplastikfasern, die größer als 45 Mikrometer (= 0,045 Millimeter) sind und während des Waschgangs aus synthetischer Kleidung abgegeben werden, auffangen. AEG schätzt, dass dadurch pro Haushalt und Jahr potenziell die Kunststoffmenge von umgerechnet etwa zwei Plastiktüten weniger in die Gewässer des Planeten gespült wird.

Die AEG-Studie hat auch das öffentliche Bewusstsein und Kenntnisse über unterschiedliche Faserarten beleuchtet und dabei untersucht, ob die Menschen in Deutschland wissen, wie viel Kunststoff ihre Kleidung enthält.

  • Nylon – 67 Prozent der Erwachsenen wussten nicht, dass Nylon eine Kunststofffaser ist, 61 Prozent konnten Acryl nicht richtig bezeichnen.
  • Polyester – 62 Prozent der Befragten war nicht bewusst, dass die weltweit am häufigsten verwendete Faser ein Kunststoff ist.
  • Spandex – 74 Prozent war dessen Kunststoffeigenschaft unbekannt, 73 Prozent wussten dies nicht bei Lycra®.

 

Auf die Frage nach dem prozentualen Anteil von Kunststofffasern bei den eigenen Kleidungsstücken, wussten 91 Prozent keine Antwort – die meisten Deutschen unterschätzten die Menge. Die durchschnittliche Schätzung betrug 40 Prozent. Studien legen nahe, dass synthetische Fasern fast zwei Drittel (60 Prozent) des jährlichen Faserverbrauchs für Kleidung ausmachen.[5]

Ein Teil des Problems, so Michael Geisler, Geschäftsführer der Electrolux Hausgeräte GmbH, ist ein fehlendes Bewusstsein darüber was ‚synthetisch‘ bedeutet. „Wir haben uns so an den Ausdruck ‚synthetisches Material‘ gewöhnt, dass die Mehrheit von uns aus den Augen verloren hat, dass die meisten dieser synthetischen Materialien eigentlich Plastik sind“, sagt Geisler. „Es gibt natürlich viele Vorteile der synthetischen Stoffe. Um jedoch die Verschmutzung unserer Flüsse und Ozeane durch Plastik zu reduzieren, müssen wir damit sorgsamer und bewusster umgehen. Unsere Erhebungen verdeutlichen den dringenden Bedarf, den Menschen mehr Wissen über die Materialien, die sie einkaufen, zu vermitteln und wie sie diese bestmöglich pflegen können. Ebenso sollten so viele Menschen wie möglich dazu animiert werden, umweltfreundlichere Waschmethoden anzuwenden“, so Geisler weiter. „Durch eine Reihe kleiner Schritte, einschließlich der Installation eines Mikroplastikfilters, kann jeder von uns die Umweltbelastung durch Textilien verringern.“

AEG empfiehlt die folgenden fünf Schritte:

  1. Weniger waschen – mehr als 700.000 Mikrofasern können von einer Waschladung abgegeben werden. Weniger waschen verringert die Menge an freigesetzten Mikroplastikfasern.
  2. Kleidung länger behalten – ein Kleidungsstück wird durchschnittlich zehnmal[6] getragen, bevor es entsorgt wird.
  3. Bei voller Ladung waschen – größere Mengen an Wäsche reduzieren die Abgabe von Mikrofasern nachweislich, weil weniger Reibung entsteht und das Verhältnis von Wasser und Gewebe günstiger ist.
  4. Bei niedrigeren Temperaturen waschen – Studien zeigen, dass bei einer Waschtemperatur von 40 °C und höher mehr Fasern abgegeben werden als bei 30 °C und weniger.
  5. Einen Mikroplastikfilter einbauen, der nachweislich die Freisetzung von Mikrofasern ins Abwasser reduziert.

 

Die AEG-Studie zeigt auch, dass sich die Menschen in Deutschland über das Ausmaß des Problems bewusst sind und positive Maßnahmen stark befürworten.

  • 78 Prozent der Befragten gaben an, dass sie persönlich bereit sind, Anstrengungen zu unternehmen, um den Klimawandel zu bekämpfen.
  • Acht von zehn Personen (80 Prozent) glauben, dass Mikroplastik ein schwerwiegendes Umweltproblem darstellt.
  • Fast drei Viertel (72 Prozent) stimmen zu, dass Mikroplastik außerdem ein schwerwiegendes Gesundheitsproblem für Menschen darstellt.

 

„Unsere Studie zeigt eine europaweite Bereitschaft, das Mikroplastikproblem zu bekämpfen, das von der Gesellschaft selbst geschaffen wurde“, fährt Geisler fort „Der Anstieg der synthetischen Materialien wird in naher Zukunft nicht aufzuhalten sein. Je mehr wir daher zur Vermeidung der Freisetzung von Mikroplastik beitragen können, desto besser.“

AEG ist Teil des Electrolux-Konzerns, einem anerkannten Vorreiter für Nachhaltigkeit in der Hausgerätebranche.[7] Das Unternehmen hat zahlreiche Auszeichnungen für sein Engagement und seine Leistungen erhalten, darunter die renommierte Doppel-„A“-Bewertung der globalen gemeinnützigen Organisation CDP für seine Maßnahmen zum Klima- und Gewässerschutz. Es wird außerdem seit 1999 jedes Jahr im Dow Jones Sustainability World Index geführt.

Der AEG-Mikroplastikfilter kann als nachrüstbares Zubehör mit jeder neuen und bestehenden Waschmaschine von AEG oder Zanussi verwendet werden. Mit einer Wandhalterung kann er einfach neben der Waschmaschine montiert werden. Der Mikroplastikfilter verbraucht selbst keinen Strom, er funktioniert allein durch den Druck des Abwassers. Das Produkt ist im Handel und auf aeg.at erhältlich.

Hier ein Videoclip zum Mikroplastikfilter: https://www.youtube.com/watch?v=HksvDdlHE5c

Erfahren Sie mehr über den neuen AEG-Mikroplastifkfilter und besuchen Sie uns auf der IFA 2022 in Halle 4.1, Stand 101.

 

Über den Filter

Der AEG-Mikroplastikfilter kann verhindern, dass bis zu 90 Prozent der Mikroplastikfasern aus synthetischen Materialien während eines Waschvorgangs ins Abwasser gelangen. Der Filter wird seitlich der Waschmaschine an einer Wand angebracht und besteht zu 50 Prozent aus recyceltem Material. Er kann mit jeder Waschmaschine von AEG, Electrolux oder Zanussi verwendet werden. Er enthält eine Kartusche mit einem feinen Filter, der während des Waschvorgangs die von der synthetischen Kleidung abgegebenen Fasern auffängt.

Der Filter verfügt über eine Wechselanzeige, die auf Rot wechselt, wenn eine Reinigung erforderlich ist. Mit der beigelegten Reinigungsbürste sollten die Mikroplastikfasern über den Hausmüll entsorgt werden. Die Filterkartusche kann sechs Monate lang wirkungsvoll eingesetzt werden, bevor sie ersetzt und recycelt werden sollte. Wenn sie nicht gründlich gereinigt wurde, muss sie über den Hausmüll entsorgt werden. Der Filter sollte nicht unter fließendem Wasser gereinigt werden.

Über die Studie

Die Studienergebnisse basieren auf quantitativen Daten, die von über 15.000 Erwachsenen aus 15 europäischen Märkten erhoben wurden. Das auf Umfragen spezialisierte Marktforschungsunternehmen OnePoll führte die Studie in Zusammenarbeit mit AEG und seinen Partnern durch. Die Umfrage wurde zwischen dem 15.10.2021 und 10.11.2021 durchgeführt und es wurden Daten aus der Gesamtbevölkerung der folgenden Länder erhoben: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Russland, Schweden, Schweiz und Spanien.

Die Daten wurden für jedes Land gewichtet, um eine repräsentative Gewichtung nach Alter, Familienstand, Einkommen/sozialer Schicht, Ethnie und Region zu gewährleisten. Bei einer Maßzahl von 50 Prozent beträgt die Fehlergrenze für die Entnahme einer Stichprobe von 1.000 Befragten ±3,1 Prozent. Bei kleineren oder größeren Maßzahlen verringert sich die Fehlergrenze und fällt bei einer Maßzahl von 10 Prozent oder 90 Prozent auf 1,9 Prozent. Dies basiert auf allen Ländern mit 1.000 Befragten je Markt. Diese Fehlergrenze ist sehr gering und sorgt für eine hohe Zuverlässigkeit der Daten.

Den vollständigen Report zur europäischen AEG-Studie „The Truth about Laundry: Microplastics“ finden Sie hier.

 

[1] https://www.unep.org/news-and-stories/story/fashions-tiny-hidden-secret

[2] https://www.nationalgeographic.com/science/article/microplastics-in-virtually-every-crevice-on-earth

[3] Changing Markets Foundation Fossil Fashion 2021

[4] https://awsassets.panda.org/downloads/plastic_ingestion_press_singles.pdf

[5] Boucher J., Friot D. – IUCN Primary Microplastics in the Oceans: A Global Evaluation of Sources (2017).

[6] https://traid.org.uk/wp-content/uploads/2018/09/impacts_of_clothing_factsheet_23percent.pdf

[7] https://www.electroluxgroup.com/sustainabilityreports/2021/

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