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Schliessung des Produktionswerkes Schwanden geplant

Electrolux muss heute die Mitarbeitenden und ihre Vertretungen sowie die Behörden über die geplante Schliessung des Produktionswerkes in Schwanden (Kanton Glarus) informieren. Das Markt- und Wettbewerbsumfeld in Europa und der Schweiz sind extrem herausfordernd. Davon ausgehend ist die Electrolux-Gruppe zum Schluss gekommen, dass die Produktion in Schwanden in Zukunft nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden kann. Von den geplanten Massnahmen können rund 120 Vollzeitstellen betroffen sein. Electrolux startet ein Konsultationsverfahren mit der Arbeitnehmervertretung und führt Gespräche über einen Sozialplan. 

Eine allfällige Schliessung des Werkes in Schwanden könnte bis Ende 2015 abgeschlossen sein. Konkrete Informationen zu den Folgen einer möglichen Schliessung für die einzelnen Mitarbeitenden sind erst nach Abschluss des Konsultationsverfahrens möglich.

Nicht betroffen ist «Electrolux Professional» in Sursee (Kanton Luzern). In diesem Werk stellt Electrolux Küchen und Geräte für den Profi-Sektor her und führt ein Zentrum für Forschung und Entwicklung für den weltweiten Highend-Markt.

Überkapazitäten, verschärfter Wettbewerb und Preiszerfall in Europa
In den letzten Jahren hat sich das Markt- und Wettbewerbsumfeld für die ganze Haushaltsgeräte-Branche grundlegend verändert und verschärft. Der europäische Markt schrumpft: Seit 2007 sind die ausgelieferten Stückzahlen um 15 Prozent gesunken. Innerhalb der gesamten Branche und auch der Electrolux-Gruppe bestehen grosse Überkapazitäten in den Produktionsanlagen. Gleichzeitig verschärft sich in Europa der Wettbewerb: Die Erlöse fallen rund 3 Prozent pro Jahr; ein Ende dieses Trends ist nicht in Sicht.

Diese Entwicklung hat sich negativ auf die Exporte und die Produktion in Schwanden ausgewirkt. Zusätzlich zum schwierigen wirtschaftlichen Umfeld in Europa fällt für das Werk Schwanden verschärfend ins Gewicht, dass künftig zwei unternehmerisch tragende Pfeiler wegfallen: das für die Vermarktung wichtige Label «Swiss Made» sowie ein ursprünglich für die Herstellung in Schwanden geplantes neues Sortiment mit Ultra-Highend Produkten.

Swissness-Vorschriften haben negative Folgen für Werk in Schwanden
Als Folge der verschärften Swissness-Bestimmungen dürfen die in Schwanden hergestellten Produkte künftig das im Markt wichtige Label «Swiss Made» nicht mehr tragen. Die neuen Vorschriften verlangen, dass ein bedeutender Anteil der Herstellungskosten in der Schweiz anfällt.

Die Produktion in Schwanden kann diese hohe Hürde nicht erfüllen, weil gewisse Bereiche der Wertschöpfungs-kette innerhalb der Electrolux-Gruppe für verschiedene Produktionsstätten gemeinsam abgewickelt werden, um mit der bestmöglichen Qualität bei den Kosten wettbewerbsfähig zu bleiben.

Electrolux investierte in den letzten Jahren regelmässig in die Modernisierung der Produkte und Fabrikations-prozesse im Werk Schwanden. Dies zeigt, dass das Unternehmen so lange wie möglich am Standort Schwanden festhalten wollte.

Verzicht auf neue Produktionslinie mit Ultra-Highend Produkten
Die Electrolux-Gruppe plante ursprünglich, in Schwanden ein neues Sortiment mit Ultra-Highend Produkten für die anspruchsvollsten Kunden zu fertigen. Aufgrund des Marktumfeldes verzichtet Electrolux auf diese geplante Produktgruppe. Auch dieser Umstand ist in die Beurteilung über die Zukunftsaussichten der Produktion in Schwanden eingeflossen. 

Hohe Investitionen bei Profi-Küchen
Electrolux hat in der Schweiz in den letzten Jahren hohe Investitionen im Bereich Profi-Küchen getätigt und Arbeitsplätze geschaffen. In Sursee (Kanton Luzern) betreibt Electrolux ein grosses Produktionswerk für Küchen und Geräte für den Profi-Sektor (Electrolux Professional). Ebenfalls dort angesiedelt ist das Electrolux-Zentrum für Forschung und Entwicklung für den weltweiten Highend-Markt. Insgesamt hat Electrolux in Sursee in den letzten Jahren mehr als 30 Millionen Franken investiert. Electrolux beschäftigt in der Schweiz (ohne Schwanden) weiterhin rund 700 Mitarbeitende.

Eine mögliche Schliessung der Produktion in Schwanden hätte keine grösseren Auswirkungen auf die
Electrolux AG mit Hauptsitz in Zürich, auf das Kundenlogistikzentrum in Mägenwil (Kanton Aargau) und auf die Produktion der Professional-Produkte in Sursee.

Schweiz bleibt wichtiger Markt für Electrolux
Die Schweiz bleibt für Electrolux weiterhin ein wichtiger Markt. Electrolux will die führende Position weiter ausbauen. Die Kunden in der Schweiz verlangen energieeffiziente, innovative, qualitativ hochstehende und kosteneffiziente Produkte. Das Unternehmen lanciert deshalb in nächster Zeit neue Produkte, die in Bezug auf Qualität und Design auf die Anforderungen des Schweizer Marktes ausgerichtet sind. Zusätzlich investiert Electrolux gezielt in den weiteren Ausbau des Kundenservices.

Weitere Informationen:
Electrolux AG

Badenerstrasse 587, 8048 Zürich
Telefon 044 405 81 11
Telefax 044 405 82 35
www.electrolux.ch

Madeleine Ruckstuhl, Leiterin Public Relations
Tel. 044 405 82 06, Fax 044 405 82 55
e-mail madeleine.ruckstuhl@electrolux.ch

Electrolux ist ein weltweit führender Hersteller von Hausgeräten, die das Unternehmen auf Basis seines umfassenden Konsumentenverständnisses und in enger Zusammenarbeit mit professionellen Anwendern entwickelt. Wir bieten innovative, durchdachte Lösungen für den privaten und gewerblichen Einsatz an, darunter Kühlschränke, Geschirrspüler, Waschmaschinen, Herde, Staubsauger, Klimaanlagen und Kleingeräte. Unter beliebten Marken wie Electrolux, AEG, Zanussi, Frigidaire und Electrolux Grand Cuisine verkauft das Unternehmen jedes Jahr über 50 Millionen Produkte an Kunden in mehr als 150 Märkten. 2013 erzielte Electrolux mit 61.000 Mitarbeitenden einen Umsatz von 12,6 Milliarden EUR. Für weitere Angaben siehe http://group.electrolux.com/.

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