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Electrolux in Deutschland mit Premium-Marke AEG auf Wachstumskurs

Zum Jahresstart gibt Electrolux Deutschland in Nürnberg einen optimistischen Ausblick auf 2015: Der Hausgerätehersteller will vor allem mit seiner Premiummarke AEG profitables Wachstum erzielen und die Kundenzufriedenheit noch weiter steigern.

Erwartungen für 2015
Die Vorzeichen für einen positiven Geschäftsverlauf sind günstig – für das laufende Jahr rechnen Experten im Hausgerätebereich erneut mit Marktwachstum: Laut Gemeinschaftsdiagnose aus dem Herbst 2014 wird etwa der private Verbrauch im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozent zulegen – der stärkste Anstieg seit 2011. Für die Haushaltsgroßgeräte rechnet der Branchenverband ZVEI mit einem Marktwachstum von rund zwei Prozent, an dem Electrolux partizipieren und Marktanteile hinzugewinnen will. Grund für Optimismus geben Gerd Holl, seit 1. Oktober 2014 neuer Geschäftsführer Electrolux Hausgeräte GmbH Deutschland und Österreich, zum einen die guten Auftragsvorlagen in den beiden Vertriebsbereichen Elektrohandel und Küchen- und Möbelhandel. In beiden Kanälen verzeichnet das Unternehmen in den letzten Monaten ein gutes Wachstum. So konnte AEG etwa im Produktsegment Wäschepflege überproportional zulegen – insbesondere bei  Wärmepumpentrocknern. Hier hat vor allem der Testsieg des Modells T77684EIH bei Stiftung Warentest (Ausgabe 9/2014) zu einem deutlichen Marktanteilsaufschwung bei Wäschetrocknern von 12,9% im September auf 17% im November 2014 geführt. Darüber hinaus konnte Electrolux gleich zum Jahresstart in Kooperation mit einem langjährigen Partner die Marke Juno zurück auf den Markt bringen und damit seine Zusammenarbeit mit Küchenmöbelherstellern weiter ausbauen: Die renommierte Einbaugerätemarke wird seit Januar exklusiv von der Schüller Möbelwerke KG vermarktet, auf der Living Kitchen der IMM in Köln feierte die Juno-Kollektion bereits ihre erfolgreiche Premiere. Außerdem stehe eine weitere Steigerung der Kundenzufriedenheit im Fokus, betont Gerd Holl.

Fokus auf Kunden
Um die für 2015 gesteckten Ziele zu erreichen, setzen Holl und das Management auf die neue Unternehmensstrategie, die unter dem Motto „Focus:on 2015“ steht und den Kunden in den Mittelpunkt rückt. Dass insbesondere die Marke AEG in Deutschland schon heute fest etabliert ist, macht ihr gutes Abschneiden bei Rankings deutlich. So belegte AEG beim Kundenvertrauensindex der WirtschaftsWoche im Oktober 2014 den ersten Platz unter insgesamt 16 Hausgeräteherstellern – und erzielte zugleich eine Top-Ten-Platzierung unter allen 863 untersuchten Unternehmen. „Die Traditionsmarke AEG hat sich das Vertrauen der Verbraucher über viele Jahre hinweg erfolgreich erarbeitet. Darauf wollen wir aufbauen und künftig die Bedürfnisse unserer Kunden noch stärker in den Mittelpunkt rücken“, sagt Gerd Holl.

Die Neuausrichtung des Unternehmens stellt vor allem die Premium-Marke AEG mit  ihren „Starprodukten“ aus den Bereichen Wäschepflege und Einbaugeräte in den Fokus. Zum Portfolio zählen hier einerseits leistungsstarke „Öko-Champions“ wie die ÖkoMix-Waschmaschine, der ÖkoKombi-Waschtrockner und der ProSteam-Wärmepumpentrockner sowie anderseits die innovative Multidampfgarer-Range mit Sous Vide-Funktion und die MaxiSense-Induktionskochfelder. Daneben steht im Vertrieb die Unterstützung der Fachhandelspartner durch gezielte Programme im Vordergrund, wie „Preference” im Bereich Küchen- und Möbelhandel, das „Exclusiv“-Programm im Elektrohandel und „CARAT“ im Großhandel.

Chance & Herausforderung: der Omnichannel-Handel
Zusätzlich wird Electrolux bei der Zusammenarbeit mit seinen Handelspartnern aber auch neue Wege einschlagen. „Der Handel erlebt derzeit große Veränderungen durch das Internet und mobile Endgeräte. Konsumenten können sich heute zu jeder Zeit und an jedem Ort über Geräte informieren, günstige Angebote recherchieren und einkaufen“, erläutert Gerd Holl. „Für den Handel bringt dies neue Herausforderungen mit sich, aber auch große Chancen. Wir möchten unsere Partner dabei unterstützen, das traditionelle Geschäft und die neuen Kanäle des E-Commerce erfolgreich zu verbinden und sich im Omnichannel-Handel zu behaupten.“ Dazu hat Electrolux rund um seine Marke AEG ein umfangreiches Maßnahmenpaket entwickelt. Dieses umfasst neben einem speziell auf den Omnichannel-Handel zugeschnittenen Produktangebot auch eine zielgruppengerechte Ansprache und Aufbereitung von Inhalten. So sollen verschiedene Tools das Portfolio visuell ansprechend präsentieren, von Bildern bis hin zu Produktvideos. Auch Apps und die Verknüpfung mit Social-Media-Kanälen unterstützen künftig die Strategie, Endverbraucher über verschiedenste Kontaktpunkte zu erreichen. Zudem sollen die internen Prozesse, etwa hinsichtlich Logistik, Marketing und Produktangebot, weiter optimiert werden. „Der Omnichannel-Handel bietet die Chance auf steigende Absätze sowie eine größere Markenbekanntheit und -treue. Diese möchten wir gemeinsam mit unseren Handelspartnern nutzen, denn davon profitieren beide Seiten”, fasst Gerd Holl zusammen.

Persönliche erste Bilanz des Geschäftsführers
Im Rahmen eines Pressedinners am 3. Februar in Nürnberg, bei dem Gerd Holl die Zahlen sowie die Strategie für das kommende Jahr erläuterte, blickte er auch auf seine ersten Monate bei Electrolux zurück. Zuvor war der 46-jährige Diplom-Betriebswirt 18 Jahre für die Toshiba Europe GmbH tätig gewesen, seit 2011 als General Manager Central Europe, Digital Products & Services, IT und CE. „Electrolux ist ein Unternehmen mit enormem Potenzial und einer immensen Strahlkraft“, erklärt Holl seine Entscheidung für das Unternehmen. Ziel der Neuausrichtung der Marke AEG sei es nicht nur, Wachstum zu erzielen. Gerd Holl: „Wir möchten damit zugleich die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Handelspartnern stärken und noch weiter ausbauen. Deshalb haben wir sie gezielt langfristig angelegt und wollen damit dauerhaft zusätzlichen Wert schaffen – für alle Seiten. Die Neuausrichtung ist also auch ein klares Signal an den Handel: Wir möchten für ihn auch in Zukunft ein zuverlässiger Partner sein.“

 

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